Vielleicht kennst Du das.
Es läuft. Äußerlich zumindest. Du stehst auf, machst Dein Ding, erledigst, was ansteht. Niemand würde es Dir ansehen. Und trotzdem spürst Du es – dieses leise, hartnäckige Ziehen irgendwo in Dir. Du kannst es nicht benennen. Nicht wirklich. Es ist einfach da. Wie ein Schatten, der Dich begleitet.
Also tust Du das, was Du gelernt hast: weitermachen. Du reißt Dich zusammen und sagst Dir: „Ist ja nicht so schlimm.“ „Andere haben es schwerer.“ „Stell Dich nicht so an.“
Und das funktioniert. Eine Weile.
Aber irgendwann – manchmal schleichend über Monate, manchmal von einem Tag auf den anderen – funktioniert das nicht mehr. Es drückt stärker. Es meldet sich lauter. Es lässt Dich nachts nicht schlafen. Und ein Gedanke taucht auf, den Du nicht mehr wegbekommst:
Ich will mich nicht für den Rest meines Lebens so fühlen. Continue Reading





